Startseite » Ratgeber » Füllung vs Inlay: Welche Lösung passt am besten für Ihren Zahn?
Bei Zahndefekten stellt sich häufig die Frage, ob eine Füllung oder ein Inlay die bessere Lösung ist. Im Gegensatz zueinander unterscheiden sich Füllung und Inlay insbesondere im Herstellungsprozess, den verwendeten Materialien und dem Anwendungsbereich.
Beide Versorgungen ersetzen verlorene Zahnsubstanz und stellen die Kaufunktion wieder her, unterscheiden sich jedoch deutlich in Herstellung, Haltbarkeit und Einsatzgebiet. Füllungen werden meist aus Kunststoff oder Amalgam als Füllungsmaterial direkt im Zahn modelliert und ausgehärtet, während für Inlays verschiedene Materialien wie Keramik, Gold oder Kunststoff zur Verfügung stehen. Eine Zahnfüllung wird direkt im Mund modelliert und härtet dort aus, im Gegensatz dazu wird ein Inlay präzise im Labor vorgefertigt. Inlays sind individuell im Zahnlabor angefertigte, passgenaue Füllungen, die anschließend in den Zahn eingesetzt werden. Ein Zahnloch kann je nach Größe mit Kunststoff, Keramik oder Gold versorgt werden, wobei das verwendete Füllmaterial entscheidenden Einfluss auf Ästhetik, Verträglichkeit und Lebensdauer hat. Während Füllungen direkt im Zahn modelliert werden und vor allem bei kleineren Defekten eingesetzt werden, entstehen Inlays außerhalb des Mundes passgenau im Labor oder digital und werden anschließend eingesetzt.
Ein Zahninlay ist eine individuell gefertigte Einlagefüllung zur Versorgung größerer Zahndefekte. Es wird vor allem im Seitenzahnbereich und an Backenzähnen eingesetzt, wo hohe Kaubelastungen wirken. Je nach Inlay-Art unterscheiden sich Haltbarkeit, Optik und Kosten. Gängig sind Keramik-, Gold- und Kunststoff-Inlays, die jeweils unterschiedliche Vorteile bei Ästhetik, Stabilität und Preis bieten.
Die Materialwahl entscheidet darüber, wie lange ein Inlay hält, wie unauffällig es wirkt und wie gut es zur Belastung des Zahns passt. Das gewählte Füllungsmaterial, wie Keramik, Gold oder Kunststoff, ist dabei entscheidend für die Eignung des Inlays in Bezug auf Haltbarkeit und Ästhetik. Relevant sind vor allem Defektgröße, Zahnposition, Kaudruck, Restzahnsubstanz sowie ästhetische und wirtschaftliche Anforderungen. Keramik wird häufig gewählt, wenn eine zahnfarbene Lösung im Vordergrund steht, Gold bei maximaler Belastbarkeit und langer Lebensdauer, Kunststoff eher als preisbewusste oder temporäre Option. Amalgam als Füllungsmaterial kann bei Allergikern problematisch sein, weshalb in solchen Fällen Alternativen wie Keramik oder Gold bevorzugt werden. Die endgültige Entscheidung sollte immer nach zahnärztlicher Bewertung und individueller Beratung erfolgen.
Bevor Sie sich für eine Füllung oder ein Inlay entscheiden, ist das verwendete Füllungsmaterial entscheidend. Die Wahl zwischen Keramik-, Gold- oder Kunststoff-Inlays beeinflusst Haltbarkeit, Ästhetik und Kosten maßgeblich.
| Material | Haltbarkeit | Ästhetik | Verträglichkeit | Kosten |
| Keramik | Hoch (10–20 Jahre) | Sehr hoch | Sehr gut | Mittel–hoch |
| Gold | Sehr hoch (20+ Jahre) | Niedrig | Sehr gut | Hoch |
| Kunststoff | Mittel | Mittel | Gut | Niedrig |
Keramik-Inlays gelten als hochwertige Versorgung, da sie Ästhetik, Haltbarkeit und sehr gute Verträglichkeit miteinander verbinden. Dank moderner Fertigungstechniken entstehen passgenaue Einlagefüllungen, die sich funktional und optisch optimal in die natürliche Zahnsubstanz einfügen.
Keramik-Inlays sind zahnfarben und lassen sich individuell an die natürliche Zahnfarbe anpassen. In Farbe und Transparenz ähneln sie dem Zahnschmelz und sind auf der Kaufläche kaum von natürlichen Zähnen zu unterscheiden. Besonders im sichtbaren Seitenzahnbereich bieten sie klare ästhetische Vorteile gegenüber metallischen Versorgungen.
Ästhetische Vorteile:
Zahnfarbene, lichtdurchlässige Oberfläche
Harmonischer Übergang zur Zahnsubstanz
Keine dunklen Ränder oder Metallreflexionen
Keramikinlays sind druckfest und formstabil und halten den Kaubelastungen zuverlässig stand. Bei guter Mundhygiene erreichen sie eine Lebensdauer von etwa 10 bis 20 Jahren und sind damit langlebiger als viele klassische Kompositfüllungen.
Keramik ist metallfrei und sehr gut verträglich, auch für empfindliche Patienten. Für Patienten mit einer Allergie gegen Amalgam stellt Keramik eine ausgezeichnete Alternative dar. Gleichzeitig ist die Versorgung zahnschonend, da nur der geschädigte Teil des Zahns ersetzt wird und möglichst viel gesunde Zahnsubstanz erhalten bleibt.
| Kriterium | Keramik-Inlay | Klassische Füllung |
| Haltbarkeit | Hoch (10–20 Jahre) | Mittel (5–8 Jahre) |
| Ästhetik | Sehr hoch | Gut |
| Passgenauigkeit | Sehr präzise | Direkt modelliert |
| Zahnsubstanz-Erhalt | Hoch | Mittel |
| Kosten | Höher | Geringer |
Im Gegensatz zu Inlays, die vor allem bei größeren Defekten Vorteile bieten, hat ein Inlay bei kleinen Substanzdefekten keinen nennenswerten Vorteil gegenüber einer hochwertigen Kunststofffüllung. Keramik-Inlays sind damit besonders sinnvoll, wenn eine langlebige, ästhetische und substanzschonende Lösung gewünscht wird. Bei kleinen Defekten kann jedoch auch eine hochwertige Kunststoff-Füllung ausreichend sein.
Das Einsetzen eines Inlays erfolgt in mehreren klar definierten Schritten, bei denen der Zahndefekt präzise vorbereitet, das Inlay passgenau gefertigt und anschließend dauerhaft im Zahn befestigt wird.
Der Ablauf ist auf den maximalen Erhalt der Zahnsubstanz ausgelegt und gilt als schonend sowie in der Regel schmerzfrei. Je nach Herstellungsverfahren sind ein oder zwei Behandlungstermine erforderlich.
Zu Beginn der Behandlung entfernt der Zahnarzt die geschädigte Zahnsubstanz vollständig. Zunächst wird das Loch bzw. Zahnloch im Zahn vollständig von Karies befreit, bevor die weitere Vorbereitung erfolgt. Alte Füllungen, kariöse Bereiche oder instabile Randzonen werden sorgfältig abgetragen, um eine stabile Basis für die spätere Versorgung zu schaffen. Ziel ist es, nur so viel Zahnsubstanz wie nötig zu entfernen und den Zahn optimal auf die Einlagefüllung vorzubereiten.
Typische Schritte der Zahnvorbereitung:
Entfernung von Karies und alten Füllungsmaterialien aus dem Loch bzw. Zahnloch
Formgebung des Defekts für optimale Passung
Glätten der Ränder zur Verbesserung der Haftung
Kontrolle der verbleibenden Zahnsubstanz
Nach der Präparation wird die exakte Form des Zahns erfasst. Dies geschieht entweder klassisch mit einem Abdruckmaterial oder digital mittels Intraoralscanner. Die digitale Erfassung gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sie eine sehr hohe Präzision ermöglicht und den Tragekomfort für den Patienten erhöht.
Erfassungsmethoden im Überblick:
Klassischer Abdruck für laborgefertigte Inlays
Digitaler Scan für CAD/CAM- oder CEREC-Inlays
Exakte Darstellung von Kaufläche, Rändern und Kontaktpunkten
Die Herstellung des Inlays erfolgt entweder im Dentallabor durch einen Zahntechniker oder direkt in der Zahnarztpraxis mithilfe moderner CEREC-Technologie. Ein Zahninlay wird individuell nach einem Abdruck oder digitalen Scan gefertigt, um eine optimale Passform zu gewährleisten. Das Zahnlabor ist dabei für die präzise Anfertigung und Passgenauigkeit des Inlays verantwortlich, da Inlays als maßgefertigte Füllungen im Labor hergestellt und anschließend in den Zahn eingesetzt werden. Keramikinlays und Goldinlays werden individuell gefertigt, um eine passgenaue Versorgung sicherzustellen.
Während der Herstellungsphase schützt ein Provisorium den Zahn vor äußeren Einflüssen und verhindert Empfindlichkeiten.
Beim zweiten Termin wird das fertige Inlay eingesetzt. Der Zahnarzt prüft zunächst den Sitz, die Passgenauigkeit und den Kontakt zu den Nachbarzähnen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Kontrolle der Randdichtigkeit, um sicherzustellen, dass der Rand des Inlays optimal an den Zahn angepasst ist. Anschließend erfolgt die dauerhafte Befestigung mit einem speziellen dentalen Befestigungszement oder Klebesystem.
Ablauf der Befestigung:
Anprobe und Sitzkontrolle
Überprüfung der Bisslage und Kaufläche
Kontrolle der Randdichtigkeit
Reinigung und Vorbereitung des Zahns
Dauerhafte Verklebung des Inlays
Feinanpassung und Politur
Eine konsequente Mundhygiene und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sind entscheidend, um die Funktion und Lebensdauer eines Inlays langfristig zu erhalten.
Inlays gelten als langlebige und stabile Form der Zahnversorgung, sind jedoch – wie jede andere Einlagefüllung – auf eine sorgfältige Pflege angewiesen. Eine unzureichende Mundhygiene kann trotz passgenauer Verarbeitung zu Karies an den Übergängen zwischen Inlay und Zahnsubstanz führen.
Die tägliche Zahnpflege bildet die Grundlage für den langfristigen Erhalt von Inlays:
Zweimal tägliches Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta
Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürsten zur Reinigung der Zahnzwischenräume
Sorgfältige Reinigung der Kauflächen, insbesondere im Seitenzahnbereich
Ergänzende Mundspülungen zur Reduktion von Bakterien
Gezielte Reinigung der Ränder zwischen Inlay und Zahnsubstanz, um Ablagerungen und Kariesbildung am Rand zu vermeiden
Durch die glatte Oberfläche von Keramik- oder Goldinlays lagern sich Plaque und Bakterien in der Regel weniger stark an als bei herkömmlichen Kunststofffüllungen.
Bestimmte Gewohnheiten können die Lebensdauer eines Inlays beeinflussen:
Vermeidung extrem harter Lebensmittel wie Eiswürfel oder Nüsse
Vorsicht bei stark klebenden Speisen
Reduktion stark zuckerhaltiger Nahrung zur Kariesprophylaxe
Obwohl Inlays sehr belastbar sind, kann eine dauerhafte Überbeanspruchung zu Materialermüdung oder zu Problemen an den Rändern des Inlays führen. Besonders der Rand ist entscheidend für die Passgenauigkeit und Stabilität; übermäßige Belastung kann hier zu Undichtigkeiten oder Schäden führen.
Zahnärztliche Kontrollen sind ein wichtiger Bestandteil der Inlay-Pflege:
Überprüfung der Randdichtigkeit
Kontrolle der Kauflächen und des Gegenzahns
Früherkennung von Karies oder Materialverschleiß
Anpassung bei Veränderungen der Bisslage
Professionelle Zahnreinigungen unterstützen zusätzlich die langfristige Zahngesundheit und den Erhalt der Versorgung.
Die Kosten eines Inlays richten sich nach dem verwendeten Material, dem Herstellungsverfahren, dem Umfang der Behandlung sowie nach der individuellen Zahnsituation. Besonders das gewählte Füllmaterial, wie zum Beispiel Gold oder Keramik, hat einen wesentlichen Einfluss auf die Kosten des Inlays.
Inlays zählen zu den hochwertigen Formen der Zahnversorgung und sind kostenintensiver als klassische Zahnfüllungen. Gleichzeitig bieten sie eine deutlich längere Haltbarkeit, hohe Passgenauigkeit und eine bessere Schonung der Zahnsubstanz, was sie langfristig wirtschaftlich machen kann.
Die Materialwahl ist einer der wichtigsten Kostenfaktoren bei Inlays:
Keramikinlays: mittleres bis höheres Preisniveau aufgrund aufwendiger Fertigung und hoher Ästhetik
Goldinlays: höchste Kosten durch Materialpreis und präzise Gusstechnik
Kunststoff-Inlays: niedrigere Kosten, aber geringere Haltbarkeit
Inlays aus Keramik oder Gold sind deutlich teurer als eine einfache Kunststoff-Füllung, bieten dafür aber eine höhere Stabilität, Langlebigkeit und Biokompatibilität.
| Inlay-Material | Typischer Kostenrahmen pro Zahn |
| Kunststoff-Inlay | ca. 300–500 € |
| Keramikinlay | ca. 600–1.200 € |
| Goldinlay | ca. 700–1.500 € |
Die tatsächlichen Kosten können je nach Praxis, Region, Defektgröße und technischer Ausstattung variieren. Zudem hängt der Preis maßgeblich vom verwendeten Füllmaterial ab, da unterschiedliche Füllmaterialien wie Gold oder Keramik verschiedene Kosten verursachen.
Auch das Verfahren wirkt sich auf den Preis aus:
Ein Zahninlay, das im Labor gefertigt wird, verursacht zusätzliche Kosten für den Zahntechniker.
Laborgefertigte Inlays verursachen zusätzliche Kosten für den Zahntechniker
CEREC-Inlays können günstiger sein, da Laborkosten entfallen
Aufwendige Präparationen oder schwierige Kauflächen erhöhen den Aufwand
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen bei Inlays in der Regel nur einen Zuschuss in Höhe der Kosten für eine einfache Füllung. In den meisten Fällen wird dabei lediglich die Kostenübernahme für eine einfache Kunststofffüllung gewährt. Der verbleibende Betrag ist als Eigenleistung zu tragen. Private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif einen höheren Anteil der Kosten.
Obwohl Inlays höhere Anfangskosten verursachen, können sie langfristig wirtschaftlich sein:
Längere Haltbarkeit im Vergleich zu Kompositfüllungen
Geringeres Risiko für erneute Karies oder Nachbehandlungen
Stabilisierung der Zahnsubstanz und Vermeidung größerer Eingriffe
Inlays bieten gegenüber klassischen Füllungen eine höhere Passgenauigkeit, längere Haltbarkeit und bessere Schonung der Zahnsubstanz. Sie werden außerhalb des Mundes passgenau gefertigt und eignen sich besonders für größere Defekte im Seitenzahnbereich, bei denen direkte Füllungen an ihre Grenzen stoßen. Inlays sind insbesondere bei starker Karies und größeren Defekten geeignet, da sie die Zahnhöcker stabilisieren und so die Belastbarkeit des Zahns, vor allem bei Backenzähnen mit hoher Kaubelastung, erhöhen. Ein Inlay ersetzt gezielt Teile der Kaufläche und stabilisiert den Zahn, sofern ausreichend gesunde Zahnsubstanz vorhanden ist.
Keramikinlays bieten zusätzlich eine sehr natürliche Zahnfarbe, während Goldinlays durch ihre außergewöhnliche Langlebigkeit überzeugen. Bei kleineren Defekten kann jedoch auch eine hochwertige Kunststoff-Füllung ausreichend sein.
Hohe Haltbarkeit und Stabilität
Sehr präzise Passform mit guter Randdichtigkeit
Substanzschonende Versorgung
Hohe Ästhetik, insbesondere bei Keramik
| Kriterium | Inlay | Klassische Füllung |
| Haltbarkeit | Hoch (materialabhängig) | Mittel |
| Passgenauigkeit | Sehr hoch | Abhängig von Verarbeitung |
| Zahnsubstanz | Substanzschonend | Höherer Materialauftrag |
| Ästhetik | Sehr gut (Keramik) | Gut bis mittel |
| Kosten | Höher | Geringer |
Trotz ihrer Vorteile sind Inlays nicht in jeder Situation die optimale Lösung. Sie sind mit höheren Kosten und einem größeren Behandlungsaufwand verbunden und eignen sich vor allem für klar definierte Defekte.
Höhere Eigenkosten im Vergleich zu Füllungen
Teilweise zwei Behandlungstermine bei Laborfertigung
Begrenzter Einsatz bei sehr kleinen oder stark zerstörten Zähnen
Hohe Anforderungen an Präparation und Passgenauigkeit
Bei sehr kleinen Defekten ist eine direkte Füllung meist ausreichend, bei stark geschädigten Zähnen kann eine Krone erforderlich sein. Die Entscheidung für oder gegen ein Inlay sollte daher immer nach sorgfältiger zahnärztlicher Abwägung erfolgen.
Eine zahnärztliche Beratung ist entscheidend, um die individuell passende Versorgungsform auf Basis von Zahndefekt, Zahnsubstanz, funktionellen Anforderungen und wirtschaftlichen Aspekten festzulegen. Patienten sollten dabei alle Fragen zu Materialien, Verfahren und Alternativen offen ansprechen, um eine informierte Entscheidung zu treffen.
Die Entscheidung zwischen Füllung, Inlay, Onlay oder Krone sollte niemals pauschal getroffen werden. Jeder Zahn weist unterschiedliche Belastungen, Defektgrößen und anatomische Besonderheiten auf, insbesondere im Seitenzahnbereich und bei Backenzähnen mit hoher Kaubelastung. Wie der Name schon sagt, beschreibt das Inlay eine Einlagefüllung, die im Gegensatz zum Onlay nur die Kaufläche und nicht die Höcker des Zahnes abdeckt. Die korrekte Verwendung des Namens – beispielsweise die Unterscheidung zwischen Inlay und Onlay – ist für die Auswahl der richtigen Behandlung entscheidend. Eine Beratung durch eine erfahrene Zahnärztin wie Dr. med. dent. ist hierbei besonders hilfreich, um die optimale Lösung für Ihre individuelle Situation zu finden.
Im Rahmen der Beratung beurteilt der Zahnarzt den Zustand der betroffenen Zahnsubstanz und die funktionellen Anforderungen an die Versorgung. Dabei wird insbesondere darauf geachtet, wie groß und wo das Loch bzw. Zahnloch im Zahn ist, da diese Faktoren die Wahl der Versorgung maßgeblich beeinflussen. Inlays werden vor allem dann empfohlen, wenn noch ausreichend gesunde Zahnsubstanz vorhanden ist, um den Zahn zu erhalten und zu stabilisieren.
Typische Bewertungsfaktoren sind:
Größe und Tiefe des Lochs im Zahn
Lage des Zahnlochs und des Zahns im Gebiss
Belastung der Kaufläche
Zustand der Restzahnsubstanz
Vorhandene alte Füllungen oder Zahnersatz
Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob eine Kompositfüllung, ein Inlay, ein Onlay oder gegebenenfalls eine Krone die sinnvollste Lösung darstellt.
Ein zentraler Bestandteil der Beratung ist die Auswahl des geeigneten Füllmaterials. Dabei spielen sowohl ästhetische als auch funktionelle Kriterien eine Rolle. Die Wahl des Füllmaterials, zum Beispiel Keramik oder Gold, hängt von der gewünschten Ästhetik und Verträglichkeit ab. Keramik oder Gold gelten als gut verträglich und werden daher besonders bei Patienten bevorzugt, die Wert auf eine hohe biologische Unbedenklichkeit legen. Amalgam wird bei Allergikern vermieden, stattdessen werden Alternativen wie Keramik oder Gold empfohlen.
Keramikinlays bieten zahnfarbene Ästhetik und hohe Biokompatibilität
Goldinlays überzeugen durch Stabilität und lange Haltbarkeit
Kunststoff-Inlays sind kostengünstiger, jedoch weniger langlebig
Auch mögliche Unverträglichkeiten oder persönliche Präferenzen fließen in die Entscheidung ein.
Ein wichtiger Aspekt der zahnärztlichen Beratung ist die transparente Kostenaufklärung. Der Zahnarzt erläutert:
Gesamtkosten der Behandlung
Anteil der Krankenkasse
Voraussichtliche Eigenleistung
Möglichkeiten der Kostenübernahme durch Zusatzversicherungen
Die Kosten können je nach verwendetem Füllmaterial, wie zum Beispiel Gold oder Keramik, deutlich variieren.
Diese Informationen sind essenziell für eine fundierte und wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung.
Neben der aktuellen Zahnsituation berücksichtigt die Beratung auch die langfristige Prognose:
Erwartete Haltbarkeit der Versorgung in Jahren
Risiko für erneute Karies
Auswirkungen auf angrenzende Zähne
Vermeidung späterer umfangreicher Behandlungen
Zahninlays aus hochwertigen Materialien wie Keramik, Titan oder Galvano-Gold bieten nicht nur eine ausgezeichnete Funktion, sondern auch eine natürliche Optik und sind besonders langlebig. Hochwertige Reparaturen mit langlebigem Füllmaterial, wie sie etwa bei Inlays aus Gold oder Keramik zum Einsatz kommen, sichern die Zahngesundheit langfristig und bieten eine stabile, ästhetische Lösung.
Eine fachlich fundierte Beratung trägt wesentlich dazu bei, die optimale Balance zwischen Funktion, Ästhetik, Haltbarkeit und Kosten zu finden und die Zahngesundheit langfristig zu erhalten.
Füllungen und Inlays sind bewährte Verfahren zur Versorgung von Zahndefekten. Während Füllungen vor allem bei kleinen Defekten eine schnelle und kostengünstige Lösung darstellen, bieten Inlays bei größeren Schäden eine langlebige, passgenaue und substanzschonende Alternative. Keramik- und Goldinlays überzeugen durch hohe Stabilität, gute Verträglichkeit und lange Lebensdauer. Besonders Goldinlays und Goldfüllungen zeichnen sich durch ihre außergewöhnliche Haltbarkeit von bis zu 30 Jahren, ihre Stabilität und antibakterielle Wirkung aus und werden aufgrund ihrer Farbe und Robustheit häufig im Seitenzahnbereich eingesetzt. Welche Lösung im Einzelfall optimal ist, hängt von der individuellen Zahnsituation, den ästhetischen Anforderungen und dem verfügbaren Budget ab. Eine fundierte zahnärztliche Beratung ist daher unverzichtbar.
Ob klassische Zahnfüllung aus Komposit oder hochwertiges Keramikinlay als Zahnersatz – die enge Zusammenarbeit zwischen Zahnarztpraxis und Dentallabor stellt sicher, dass Funktion, Ästhetik und Langlebigkeit optimal aufeinander abgestimmt werden.
Eine Füllung eignet sich vor allem bei kleinen bis mittelgroßen Zahndefekten, bei denen noch ausreichend gesunde Zahnsubstanz vorhanden ist. Sie wird direkt im Zahn modelliert und ist eine schnelle, kostengünstige Lösung. Ein Inlay empfiehlt sich hingegen bei größeren Defekten, insbesondere im Seitenzahnbereich, wenn eine höhere Stabilität, bessere Passgenauigkeit und längere Haltbarkeit gewünscht werden.
Der größte Unterschied liegt in der Herstellung und Haltbarkeit. Füllungen werden direkt im Mund geformt und sind stärker von der Verarbeitung abhängig. Inlays werden individuell im Labor oder digital gefertigt und anschließend eingesetzt, wodurch sie eine sehr präzise Passform und meist eine deutlich längere Lebensdauer aufweisen. Zudem bieten Inlays – insbesondere aus Keramik oder Gold – ästhetische und funktionelle Vorteile.
Das hängt von der individuellen Zahnsituation ab. Während Füllungen bei kleinen Defekten langfristig ausreichend sein können, sind Inlays bei größeren Schäden häufig die nachhaltigere Lösung. Durch ihre hohe Haltbarkeit, gute Randdichtigkeit und substanzschonende Versorgung können sie langfristig erneute Behandlungen vermeiden. Eine zahnärztliche Beratung ist entscheidend, um die optimale Lösung für den jeweiligen Zahn zu finden.
Autor:
Dr. Maximilian Dörfler
Dr. Dörfler ist im Bamberger Sandgebiet aufgewachsen, hat sein Zahnmedizinstudium in Regensburg absolviert und anschließend an verschiedenen Orten, darunter auch im Universitätsklinikum Regensburg, gearbeitet. Nach einer prägenden Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Oralchirurgie erfüllt er nun seinen Traum mit der Eröffnung der Praxis "Mundhandwerk", in der er modernste Zahnmedizin in angenehmer Atmosphäre anbietet, insbesondere im Bereich Implantologie und Knochenaufbau.