Mundhandwerk Zahnarzt Bamberg

Kinderzahnpflege: Die besten Tipps für Eltern

Spätestens wenn der erste Milchzahn durchbricht, ist für Eltern die Zeit gekommen, sich genauer mit dem Thema Kinderzahnpflege auseinanderzusetzen. Wir erklären, worauf in Sachen Zahnpflege bei Kindern zu achten ist, und geben praktische Tipps, mit denen die Kleinsten zahngesund durchs Leben gehen.

Inhaltsverzeichnis

Was Eltern wissen sollten: 3 Fakten zur Zahngesundheit und -entwicklung bei Kindern

Viele Dinge, die für die Zahngesundheit bei Erwachsenen gelten, gelten auch für Kinderzähne. Dennoch gibt es Unterschiede, die vielen Eltern nicht unbedingt bewusst sind. Auf drei der wichtigsten Fakten zum Milchgebiss und der Zahnentwicklung bei Kindern möchten wir etwas genauer eingehen:

#1: Milchzähne sind kariesanfällig

Karies ist die Zahnerkrankung Nummer 1, weshalb Menschen jeden Alters die Kariesprophylaxe ernst nehmen sollten. Das gilt in besonders hohem Maße für Kinder mit Milchzähnen, denn die „ersten Zähne“ sind deutlich kariesanfälliger als das bleibende Gebiss.

Warum? Ganz einfach: Der Zahnschmelz – also die äußere, schützende Zahnschicht – ist bei Milchzähnen dünner. Das macht die Zähne angreifbarer und treibt das Kariesrisiko in die Höhe.

#2: Karies kann von den Milchzähnen auf bleibende Zähne übergehen

Anders als häufig angenommen, kann Karies an den Milchzähnen die Zahngesundheit der bleibenden Zähne gefährden. Denn: Kariöse Milchzähne können die Erkrankung an die darunter durchbrechenden bleibenden Zähne, deren Zahnschmelz zunächst noch weich ist, weitergeben. Besteht also Karies am Milchgebiss, löst sich das Problem keinesfalls immer von selbst, wenn der Zahnwechsel einsetzt.

#3: Zahnverluste können die Sprachentwicklung beeinträchtigen

Karies führt im schlimmsten Fall dazu, dass ein Milchzahn gezogen werden muss. Dies kann sich unter Umständen negativ auf die Sprachentwicklung auswirken. Fehlen beispielsweise Schneidezähne, resultieren daraus oft Schwierigkeiten bei der Aussprache von „Sch“- und „S“-Lauten.

Manchmal nehmen Eltern an, dass Karies am Milchzahngebiss nicht so dramatisch ist – schließlich kommt noch eine „zweite Garnitur“ Zähne nach. Die genannten drei Fakten verdeutlichen eindrücklich, warum das ein riesiger Irrtum ist, und machen unmissverständlich klar: Gerade bei Kindern ist es wichtig, dass man Karies in Schach hält. In unserem Beitrag zum Thema „Karies bei Kindern: So beugen Eltern effektiv vor“ beantworten wir zentrale Fragen, die sich Eltern rund um die Kariesprophylaxe bei ihren Kindern stellen.

Die wichtigsten Zahnpflege-Tipps für Eltern und Kinder

Im Sinne der langfristigen Zahngesundheit möchten wir Eltern diese Tipps für eine effektive Kinderzahnpflege ans Herz legen:

Zähnchen zwei Mal täglich putzen

Im Mittelpunkt der Zahnpflege steht das Zähneputzen, das mindestens zwei Mal täglich stattfinden sollte. Bei Babys und Kleinkindern wird diese Aufgabe vollständig von den Eltern übernommen, mit steigendem Alter des Kindes kann dieses dann zunehmend selbst aktiv miteinbezogen werden.

Altersgerechte Zahnputztechniken erklären

Sobald Kinder motorisch in der Lage sind, eine Zahnbürste zu halten und kontrolliert zu führen, können sie beim Zähneputzen mithelfen. Damit sie sich direkt angewöhnen, selbstständig gründlich zu putzen, sollte ihnen eine altersgerechte, einfache Zahnputztechnik gezeigt werden. Beliebt ist die KAI-Technik, bei der nacheinander alle Kauflächen, Außenflächen und Innenflächen geschrubbt werden.

Kinder beim Zähneputzen kontrollieren und unterstützen

Dass Kinder das Bürsten selbst übernehmen können, bedeutet nicht, dass das Thema für die Eltern abgeschlossen ist. Ganz im Gegenteil: Es ist unerlässlich, Kinder beim Zähneputzen im Auge zu behalten, das Ergebnis zu überprüfen und gegebenenfalls nachzubessern. Nur so können Eltern sicherstellen, dass die Zahnpflege mit ausreichender Gründlichkeit durchgeführt wird.

Fluoridhaltige Zahnpasta nutzen

Um den Zahnschmelz zu stärken und Karies entgegenzuwirken, bietet sich die Nutzung einer Zahnpasta mit Fluorid an. Babys und Kleinkindern sollte man die Zähnchen mit einer Zahnpasta, die 1.000 ppm Fluorid enthält, putzen. Unter zwei Jahren reicht eine reiskorngroße Dosis aus, danach wird die Menge auf Erbsengröße (1.000 ppm) erhöht. Ab sechs Jahren kann auch zu einem Produkt mit bis zu 1.450 ppm Fluorid gegriffen werden.

Weiche Zahnbürste mit kleinem Kopf wählen

Damit im vergleichsweise kleinen Mundraum alle Zähne erreicht werden und sich das Putzen möglichst angenehm anfühlt, sollte für Kinder eine Zahnbürste mit kleinem Kopf und weichen Borsten gewählt werden.

Zahnpflege-Routine aufbauen

Bei der Kinderzahnpflege ist Routine das A und O. Das morgendliche und abendliche Zähneputzen sollte zu einer Gewohnheit werden, die nicht ständig hinterfragt wird, sondern ganz einfach zu jedem Tag dazu gehört – genau wie das Mittagessen oder die Gutenachtgeschichte.

Zähneputzen spielerisch gestalten

Zugegeben: Die Kinderzahnpflege gehört nicht unbedingt zu den Lieblingsbeschäftigungen der meisten Kinder. Doch mit ein paar spielerischen Tricks putzen Kinder motiviert ihre Zähne. Natürlich haben wir ein paar Ideen parat:

  • Zahnpflegesongs abspielen
  • Unterhaltsame Videos speziell für die Kinderzahnpflege zeigen
  • Zähneputzen zwischen zwei „Spaß-Aktivitäten“ platzieren, zum Beispiel nach dem Sandmännchen und vor der Gutenachtgeschichte
  • Belohnungssystem (z.B. mit Stickern) einführen
  • Gemeinsam „synchron“ Zähneputzen

Kontrolltermine beim Zahnarzt einhalten

Die Kontrolltermine beim Zahnarzt sind eine wichtige Ergänzung zur Kinderzahnpflege in den eigenen vier Wänden und tragen bei sinnvoller Gestaltung nebenbei dazu bei, eine spätere Zahnarztangst zu vermeiden. Grundsätzlich ist der erste Zahnarztbesuch schon ab dem Moment, in dem der erste Milchzahn zum Vorschein kommt, angesagt. Vor ihrem ersten Geburtstag sollten Kinder also bereits beim Zahnarzt gewesen sein. Es folgen zwei Früherkennungsuntersuchungen, eine zwischen dem 10. und 20. und eine zwischen dem 21. und dem 33. Lebensmonat. Vor Vollendung des sechsten Lebensjahres sind drei weitere zahnärztliche Untersuchungen vorgesehen.

Fazit: Korrekte Kinderzahnpflege ab dem ersten Milchzahn

Eine gründliche Kinderzahnpflege schafft optimale Voraussetzungen für eine langfristig gute Zahngesundheit. Für Eltern gilt: Ab dem ersten Milchzahn muss geputzt werden. Zum selben Zeitpunkt sollte der erste Zahnarzttermin vereinbart werden. Bei Mundhandwerk können Sie das ganz unkompliziert über unser Online-Terminbuchungstool erledigen – wir freuen uns auf Sie!

FAQ – Fragen und Antworten rund um die Kinderzahnpflege

Sehen sie den ersten Milchzahn, sollten Eltern zeitnah einen Zahnarzttermin einplanen. Denn mit dem ersten Zahn beginnt sowohl die heimische Kinderzahnpflege als auch die Notwendigkeit, die „Beißerchen“ professionell kontrollieren zu lassen.

Für Babys und Kleinkinder empfiehlt sich eine Kinderzahnpasta, die 1.000 ppm Fluorid enthält. Ab dem sechsten Lebensjahr kann zu Produkten mit bis zu 1.450 ppm Fluorid gegriffen werden.

Für Kinder eignen sich spezielle Junior- beziehungsweise Kinderzahncremes am besten. Diese enthalten Fluorid in geringeren Dosen und schmecken zudem üblicherweise weniger intensiv als vergleichbare Produkte für Erwachsene.

Diese Maßnahmen können dabei helfen, Kinder zum Zähneputzen zu motivieren:

  • Bücher lesen, in denen Karies spielerisch erklärt wird
  • Zahnputzgeschichten, -videos und -songs nutzen
  • Belohnungssystem etablieren
  • Gemeinsames Zähneputzen

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ihrzahnarzt

Autor:

Dr. Maximilian Dörfler

Dr. Dörfler ist im Bamberger Sandgebiet aufgewachsen, hat sein Zahnmedizinstudium in Regensburg absolviert und anschließend an verschiedenen Orten, darunter auch im Universitätsklinikum Regensburg, gearbeitet. Nach einer prägenden Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Oralchirurgie erfüllt er nun seinen Traum mit der Eröffnung der Praxis "Mundhandwerk", in der er modernste Zahnmedizin in angenehmer Atmosphäre anbietet, insbesondere im Bereich Implantologie und Knochenaufbau.

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